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Diesellok V 36 der DB

Die putzige, 9.200 mm lange, V 36 gilt bei Eisenbahnfreunden als einer der beliebtesten Diesellok-Konstruktionen, was sicher auch auf ihr gefälliges Äußeres zurückzuführen ist.
Ende der 1930er Jahre orderte die Deutsche Wehrmacht bei der Industrie dieselhydraulische Rangierlokomotiven mit einer Leistung von 265 kW bei einer Dienstmasse von 39-43 t und einer Höchstgeschwindigkeit von 55 bzw. 60 km/h. Die Ursprungsbezeichnung der dreifach gekuppelten, von einem 6 Zylinder Reihenmotor angetriebene Lokomotive lautete WR 360 C 14, was für Wehrmachtslokomotive für Regelspur mit 360 PS, Achsfolge C mit einer Achslast von 14 t stand. Die Lokomotiven waren für Einsätze an explosionsgefährdeten Plätzen, wie Raffinieren, Munitionsfabriken gedacht, sowie an strategisch bedeutenden Orten wie Häfen, Kasernen oder Flugplätzen, da Dampflokomotiven mit Rauchschwaden und Feuerglut sowohl leicht den Standort verraten als auch ein viel einfacheres Angriffziel darstellten.
Nach den Wirren des 2. Weltkrieges waren die Lokomotiven in beiden deutschen Staaten anzutreffen, wo sie erstaunlicherweise die gleiche Baureihenbezeichnung erhielten: V 36. Weitere Exemplare leisteten in vielen Staaten Europas im unermüdlich ihre Dienste, so auch in den Beneluxländern, Frankreich und Österreich, wo sie unter der Reihenbezeichnung 2065 liefen. Ein Exemplar in Dänemark erhielt gar die denkwürdige Bezeichnung "Rangiertraktor Nr. 1".

Der Einsatz der V 36 bei der Deutschen Bundesbahn reichte vom einfachen Rangierdienst, über Güterzüge, bis zum Personenzugdienst; sogar vor schnelleren Wendezügen mit Donnerbüchsensteuerwagen war die kleine Lok manchmal anzutreffen. Die Deutsche Bundesbahn orderte noch einmal 18 Lokomotiven, einige bekamen zur besseren Sicht eine Dachkanzel und die Rücken an Rücken gekoppelte Einheit der V 36 ging unter „Doppeltes Lottchen“ in die Eisenbahngeschichte ein. Das Computerzeitalter bescherte der V 36 in der Bundesrepublik die Baureihenbezeichnung 236 und in der DDR BR 103 bis sie ab Anfang der 1970er Jahre langsam aber sicher bis 1985 von den Schienen der deutschen Staatsbahnen verschwand. Einige Exemplare der eckigen Lokomotive sind als Museumsloks erhalten geblieben und begeistern nicht nur Eisenbahnfreunde

Artikelnummer 41268 / 62803 / 68803 / 62804 / 68804 /
62805 / 68805 / 62806  / 68806 / 62807 / 68807

Mit der Artikelnummer 62803 bzw. 68803 für die Wechselstromversion ist nun das Modell der V 36 als Maschine der DB in der Epoche III erhältlich.
Gegenüber anderen Modellen aus der "Familie" der V 36 weist dieses Modell einige vorbildgerechte Änderungen auf, die von der Bundesbahn in den Fünfziger Jahren vorgenommen wurden.
Unsere Vorbildmaschine erhielt zwei zusätzliche Kraftstofftanks auf dem Motorvorbau zur Erhöhung der Reichweite.
Es wurde ein Frontkühlergitter nach DB-Bauart eingebaut. Dabei erhielt die Lok einen Kühlwasserausgleichsbehälter auf dem Vorbau. Die seitlichen Kühlerlüftergitter wurden mit Blenden verschlossen und eine seitliche Wartungsklappe vorne rechts am Vorbau entfiel.
Aufgrund des neuen Kühlwasserausgleichsbehälters wurde der Auspuff miterneuert.
Auf der rechten Lokseite wurde unter dem Umlaufblech ein DOFA-Ofen zum Vorheizen des Kühlwassers eingebaut. Dadurch entfiel der dortige Bremsluftbehälter, weshalb auf der anderen Lokseite ein vergrößerter Luftbehälter eingebaut wurde.
Mit der generellen Einführung des dritten Spitzenlichts wurde auch bei unserem Vorbild auf beiden Seiten die oberen Lampen nachgerüstet.

Unter der Artikelnummer 62804 / 68804 für das Wechselstromsystem ist das Modell mit einer ab Werk eingebauten digitalen Kupplung erhältlich. Hierzu ist auch der passende lastgeregelte Multiprotokoll-Digitaldecoder eingebaut.

Drei Modelle aus der V36 Familie zum Vergleich fileadmin/bilder/Modellinfos/V36_bild_und_text.pdfhier!