Der Schwabenpfeil

Anfang der 1950er-Jahre begann die Deutsche Bundesbahn mit dem Aufbau eines hochwertigen Schnellzugnetzes. Die „blauen F-Züge“ (Art. Nr.: 64194) wurden schnell zum Synonym für hochwertiges und zügiges Reisen auf Schienen.
Der berühmteste Zug, der hier eingesetzt wurde, war sicher der Rheingold. Die hohe Qualität des Angebots und auch das schicke Aussehen mit stahlblau lackierten Reisezugwagen sorgten für eine hohe Attraktivität der F-Züge, die bis heute fortwirkt.
Das Zugpaar „Schwabenpfeil“ mit der Zugnummer F 23/24 verband Stuttgart mit dem Ruhrgebiet. Morgens um kurz nach sieben in der Schwabenmetropole startend, erreichte der kurze und schnelle F 23 Dortmund gegen zwei Uhr. Ein Reisender hatte nun runde zwei Stunden Zeit, um Geschäftstermine oder weitere Erledigungen zu tätigen. Um halb fünf ging es mit dem F 24 zurück in den Süden, wo man um kurz vor Mitternacht in Stuttgart ankam. Wegen des hohen Komforts und der für damalige Verhältnisse hohen Reisegeschwindigkeit war dieses F-Zugpaar beim Publikum sehr beliebt.

Das Reiseangebot der Deutschen Bundesbahn wurde gerne angenommen. Dies zeigt sich u.a. daran, dass das Zugpaar F 23/24 „Schwabenpfeil“ von 1952 bis zur Ablösung der F-Züge ununterbrochen im Fahrplan stand. Auch war der „Schwabenpfeil“ zusammen einer der ersten F-Züge, die dem Geschäftsreisenden bereits in den 1950ern handvermittelte Telefonate möglich machten.
Der „Schwabenpfeil“ war ein kurzer Zug aus drei bis vier modernen 1.-Klasse-Sitzwagen der Bauart A4ümg-54. Jedoch mangelte es in den 1950ern häufig noch an neu gebauten Speisewagen, sodass oft eine Vorkriegstype der Bauart WR4ü35 der DSG den Zug vervollständigte. Auf dem ersten Teil ihres Laufwegs wurde der „Schwabenpfeil“ F 23 elektrisch befördert.
In Heidelberg erfolgte ein Lokwechsel. Die heidelberger Maschine brachte den Zug an den Rhein nach Mannheim bzw. hinüber nach Ludwigshafen. Hier wurde bis zum Fahrplanwechsel im Sommer 1958 auf Dortmunder 03.10 umgespannt, die den restlichen 370 Kilometer langen Weg bis ins Ruhrgebiet komplett durchliefen.

Die Baureihe 03.10 (Art. Nr.: 72216, 72217, 78217) war zum damaligen Zeitpunkt eine der Paradeloks der Deutschen Bundesbahn.
 



 
 
 
 
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